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Bickelwürfel

„Bickel” sind zwar auch Würfel, unterscheiden sich beim „topeln” ganz erheblich von allen anderen Würfeln, insbesondere von den sechsseitig „gemachten” Würfeln, den sog. Tessera, welche die Forschung bei ihren Deutungsversuchen immer im Auge hatte. Bei Bickeln handelt es sich um originale, d.h. unbearbeitete Gelenkknöchelchen aus den Vorder- und Hinterbeinen von Tieren, vorzüglich von Wildschweinen. Beide Würfelarten haben nach Form und Funktion nichts miteinander zu tun.

Die Pointe liegt nun darin, dass die Naturwürfel nur vier Seiten haben und in Viererformation (4 Würfel) bestimmte Bilder erzeugen. Diese Würfelbilder – es gibt davon nur eine begrenzte Zahl, nicht etwa 4x4x4x4, wie man vermuten könnte, wenn man mit 4 Würfeln spielt – zeichnen sich dadurch aus, dass sie sich, wie bei der Befragung eines Orakels (mit denselben Würfeln!), stets auf exakt zwei Alternativen reduzieren lassen: Bei jedem Wurf geht es in verschiedenen Variationen – mehr oder weniger intensiv – immer um „Ja oder Nein”, „Alles oder Nichts”, „Entweder/Oder”.