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zwifel Zweifel oder „Zwei- Felligkeit”, Pz.1.1;
gebur Nachbar (in den Hss. getrennt von „nach”) und (ohne das getrennt davon geschriebene „nach”) Vogelbauer, Pz. 1.1;
unstaete Unaufrichtigkeit, wörtlich „Unstehen” (im Sinne von „verligen” des „gesellen” Erec, der Tag u. Nacht mit seiner Geliebten im Bett verbringt, d.h. mit ihr „schläft”, Pz. 1.10 und 2.15-22 (Erec-Satire);
stiure Steuer (Steuer des Steuermannes), Richtung (der maere), „Beisteuer” im Sinne von „einen Beitrag leisten”, Pz. 2.7;
schanzen Glücksspiel treiben bzw. gewinnen; spielt alternativ auf die erotische Metapher Gottfrieds aus dem Literaturstreit im „Tristan” 4641 (mit bickelworten welle sin) an; bedeutet im Kontext des Verses dann ein Verstehen der „Würfelbilder im Bickelspiel” oder der Rätselbilder im Parzivalprolog, die dem Vers Pz. 2.13 unmittelbar (als Erec-Satire) folgen Pz.2.15-22,
zagel Schwanz, Schweif des Pferdes, männliches Glied, Pz.2.20;
biz Biß eines größeren Tiers, Pferdebiß, Stich, auch Lanzenstich; dritter biz, der dritte einer Anzahl von Bissen, eine erotische Metapher als ein Zeichen von „Paarungsbereitschaft”, das bei Pferden zum artgerechten Verhalten gehört;
bremen Bremse, Stechfliege oder brummen (stv.), bezieht sich auf das „Geschrei” mit dem Erec seinen Hof verließ, um damit sein Missgeschick zu vertuschen; bremen, (swv.) heißt auch noch „verbrämen” Pz. 2.20-22;
ich solde ich sollte, „Isolde”, die Geliebte „Tristans” (mündlich, süddeutsch: „i solde”, Pz. 3.14); Wolfram „lobt” sie als eine „ blaue Glasscherbe im Goldrahmen”, wie er vergleichsweise Enite, die Geliebte Erecs, als einen „in den cranken messinc verwurkten edeln rubin” (Pz. 3.15), als „Rubin im Blechrahmen” – m.a.W. als „untragbar” – kritisiert.
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