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Meine Staatsexamensarbeit aus dem Jahre 1961 ist das Ergebnis einer früheren Begegnung mit der Dichtung Wolframs von Eschenbach. Ihr Titel lautet: „Die Gestalt des Feirefiz in Wolframs von Eschenbach ‘Parzival’”.

Aufgrund meiner Ausbildung in einem zweiten Unterrichtsfach, nämlich der „Kunst- und Werkerziehung” geriet ich – als Lehrer am „Institut für Werkerziehung der Stadt Köln” – sozusagen auf „Abwege”, was die Beschäftigung mit Germanistik, insbesondere mittelalterlicher Literatur anging. Bis zu meiner Pensionierung war ich dort im kunsthandwerklichen und künstlerischen Bereich in Werkstätten für Holz, Keramik u.a. Materialbereichen in der Werklehrerausbildung tätig. Dieser in der Biographie eines Germanisten atypische Umstand wird erwähnt, weil der verstehende Umgang mit Sachen auch den Blick für „Realien” im Text des Parzivalprolog geschärft hat. Das war für die Interpretation dieses Textes von grundlegender Bedeutung; was sich allerdings erst aus nachträglicher Perspektive sagen läßt.

Am Ende meiner Dienstzeit nahm ich an der Universität Köln das Studium mittelalterlicher Literatur wieder auf, mit dem Ziel, frühere Forschungsergebnisse aus der bereits erwähnten Staatsexamensarbeit mit neueren Ergebnissen der Parzivalforschung abzustimmen. Meine Studien wurden jedoch – entgegen der ursprünglichen Absicht – mit einer Dissertation über den Prolog abgeschlossen.